„Herr Doktor, mir ist so heiß!“ – Rollenspiele für Einsteiger

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Die Tür wird resolut aufgeschwungen. Und da steht sie, die heiße Krankenschwester. Die Brüste quellen aus dem Ausschnitt, die lange Beine enden in Highheels. Herausfordernd blickt sie den Patienten an. „Dann machen Sie sich mal frei!“ Zum Vorschein kommt eine pralle Erektion. „Was haben wir denn da? Wow, das sieht gut aus!“ Prüfend schaut sie erst nach unten und dann in die Augen des erwartungsvollen Patienten. „Darf ich mal anfassen?“ „JAAAAAAAAAA!“ Szenenwechsel. Er sitzt mit einem weißen Kittel bekleidet und einem übergroßen Fieberthermometer in der Hand am Küchentisch. Es klopft. Zaghaft blickt sie um die Ecke. „Herr Doktor, mir ist so heiß. Ich glaube, ich bin krank.“ Ernst schaut er sie an. „Zeigen Sie mal, wo es besonders heiß ist.“ Sie beugt sich vor….. Naja, den Rest könnt Ihr Euch ja selber vorstellen. Und ja, ich weiß, das sind Klischees. Es gibt auch bestimmt viel heißere, ausgefallenere Fantasien und Menschen, die das besser schreiben können als ich. Aber das macht nichts. Denn es geht hier ja nicht um erotische Literatur sondern um Rollenspiele. Erotische Rollenspiele, mit denen Ihr ohne viel Aufwand eine ganze Menge Spannung in Euer Liebesleben bringen könnt.

Die Freiheiten des Spiels

„Oh nein, nicht schon wieder Rollenspiele!“ Diesen Aufschrei kenne ich nur zu gut. Denn bei dieser Aufforderung sollen wir normalerweise etwas leisten, darstellen oder veranschaulichen. Und es gibt Zuschauer, die bewerten, was wir tun. Bei der Vorstellung kommt bei den meisten Menschen Druck auf. Bei erotischen Rollenspielen hingegen werden wir nicht bewertet. Wir sind die einzigen Darsteller und auch die einzigen Zuschauer. Es sei denn, wir gehen in die Öffentlichkeit. Die Menschen um uns herum wissen allerdings nicht, dass sie gerade Teil einer Inszenierung sind. Das Tolle an Rollenspielen ist, dass wir uns in andere Charaktere verwandeln können. Und die tragen nicht all den Ballast mit sich herum wie wir. Sie sind nicht wir. Denkt einmal an die Avatare aus den Computerspielen. Denen können wir völlig neue Persönlichkeiten einhauchen, sie mit besonderen Fähigkeiten ausstatten und anders handeln lassen, als wir es im wahren Leben tun würden. Ähnliche Freiheiten haben wir auch in unseren erotischen Rollenspielen. Wir schlüpfen in fremde Charaktere und können uns damit frei machen von alten Routinen. Wir spielen.

Was wir vor allem brauchen, ist das Vertrauen in unseren Partner oder unsere Partnerin. Wir brauchen das Gefühl, damit angenommen zu werden, uns eben nicht lächerlich zu machen. Und wir müssen uns trauen, über unsere Fantasien zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, immerhin geben wir damit auch etwas über uns preis. Mich über häusliche Gewalt zu echauffieren, um im nächsten Moment meinem Partner zu gestehen, dass er gern einmal als strenger Lehrer den Hintern versohlen soll, kostet Überwindung. Und es passt auch im ersten Moment nicht zusammen. Aber so ist das eben mit unseren Fantasien.

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Und die haben wir alle in unterschiedlicher Ausprägung. Manche existieren nur in unserem Kopf und sollen tunlichst auch dort bleiben. Andere wären durchaus umsetzbar. Und wieder andere haben wir schon ausgelebt. Sexuelle Fantasien sind ein unglaublicher Motor für unsere Lust. Was spricht also dagegen, sie in die Tat umzusetzen? Ihr habt ausschweifende Bilder von Orgien in mittelalterlichen Kostümen im Kopf und fragt Euch jetzt, wie das denn gehen soll? Nein, Ihr braucht jetzt kein Theaterensemble zu mieten. Denn es geht vermutlich gar nicht um die komplette Inszenierung. Die Frage ist doch vielmehr, was genau an der Fantasie so erregend ist. Ist es wirklich das Schwesternkostüm? Das Fieberthermometer? Oder ist es das Spiel mit Macht und Unterwerfung? In beiden Fantasien aus dem oberen Teil geht es doch genau darum. Sich hinzugeben, genommen zu werden, zu spielen. Die Rollen zu tauschen und Spaß dabei zu haben. Für den Kitzel ist vermutlich nicht einmal ein Kostüm nötig. Nur die Haltung, die Worte, die Blicke. Raus aus dem normalen Umgangston. „Was haben wir denn da?“ im autoritären Ton gesprochen, kann dann schon ausreichen.

Wer will ich sein?

Ihr könntet Euren Partner oder Eure Partnerin überraschen. Die verführerische Schönheit in der Bar: „Hallo Fremder, ist dieser Platz noch frei?“ Ups! Eine passende Situation kann auch ganz zufällig entstehen. In dem Roman „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera gibt es eine Szene, in der ein Paar zuhause herumalbert. Sie ist halbnackt, er hingegen bekleidet. Die Situation ist solange völlig normal, bis er ihr einen Hut aufsetzt. Plötzlich entsteht eine Art Rollenspiel, in dem er dominant ist und sie ihm ausgeliefert. Und mit einem Mal ist die Situation unglaublich erotisch aufgeladen. Genau so kann ein Rollenspiel auch entstehen. Wenn Ihr es zulasst. Denn es funktioniert nur, wenn beide Lust darauf haben. Ihr könnt es auch ganz bewusst planen. Überlegt Euch gemeinsam, in welche Rollen Ihr schlüpfen wollt. Denkt Euch Szenen aus, schlüpft in die Charaktere. Malt Euch Einzelheiten aus, versucht, Euch in die Rolle einzufühlen. Wie Schauspieler. Ihr traut Euch noch nicht? Schreibt Euch gegenseitig Eure Fantasien auf und tauscht sie gegeneinander aus. Quid pro quo, wie es so schön heißt.

Oder denkt an Euer erstes Mal! Könnt Ihr das noch einmal aufleben lassen? Mir gefällt auch noch ein anderer Vorschlag des Sexualtherapeuten Ulrich Clement. Schreibt auf, welche sexuellen Wünsche Ihr gern vom anderen erfüllt haben möchtet. Erweist Euch gegenseitig Liebesdienste, seid gegenseitig Eure Liebesdiener. Das Gute ist ja, dass jeder einmal dran ist. Sprecht aber auch darüber, wenn Ihr Euch unwohl fühlt, wenn Ihr noch etwas Zeit braucht. Wichtig ist, dass Ihr immer das Gefühl habt, dass es um Euch geht und nicht nur um die Rolle oder um den Sex! Und wenn Ihr lachen müsst, dann tut es! Lachen befreit und löst Spannungen. Und kann durchaus sehr erotisch sein.


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